Jährlicher Firmenlauf in Plauen: Unterstützung für Familien krebskranker Kinder
Am 27. August findet in Plauen zum 13. Mal der Firmenlauf statt. Schon jetzt steht fest, wie viel Geld an die Kinderkrebsstiftung Vogtland gespendet wird. René Lochmann weiß, weshalb das so wichtig ist.
Am 27. August findet in Plauen zum 13. Mal der Firmenlauf statt. Schon jetzt steht fest, wie viel Geld an die Kinderkrebsstiftung Vogtland gespendet wird. René Lochmann weiß, weshalb das so wichtig ist.
Plauen. Seit 2012 findet in Plauen jährlich der Firmenlauf statt. Aus den Startgebühren der 5000 Läufer wird dieses Jahr erneut Geld an die Kinderkrebsstiftung Vogtland gespendet.
In diesem Jahr sind es laut Denise Schuh 15.000 Euro. Schuh arbeitet im Marketing der Volksbank Saale-Orla, die den Firmenlauf organisiert. „Mit der diesjährigen Spende werden wir insgesamt 100.000 Euro an die Stiftung in den letzten 13 Jahren gespendet haben“, sagt sie. Auf diese Summe sei die Genossenschaftsbank stolz. Auch in den kommenden Jahren soll weiterhin an die Organisation gespendet werden.
Eltern krebskranker Kinder brauchen finanzielle Unterstützung
Wofür Spenden, die die Stiftung von zahlreichen Unternehmen erhält, verwendet werden, weiß René Lochmann. Der gebürtige Reichenbacher engagiert sich seit anderthalb Jahren im Verein und ist Vorstandsmitglied. 2002, als er zwölf Jahre alt war, erkrankte er selbst an Krebs. Über zehn Monate hatte er mehrere Operationen und bekam Chemotherapie. Damals entstand der Kontakt zur Stiftung, die da noch ein Verein war. Er selbst, sagt er, war nicht auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Andere Kinder und deren Familien benötigen diese jedoch dringend. Fahrtkosten, Umbauten an Haus oder Wohnung, psychologische Dienste, Prothesen oder Echthaarperücken – auch wenn Teile der Kosten von Krankenkassen übernommen werden, bleibt einiges an Familien hängen, sagt Lochmann.
Familienausflüge in Freizeitparks sollen Ablenkung bieten
Dazu komme, dass Eltern weniger arbeiten, um ihre erkrankten Kinder betreuen zu können. Manche müssten ihren Job ganz aufgeben. Die Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen Familien zu helfen. Wovon René Lochmann als Jugendlicher profitierte, waren die organisierten Ausflüge. Ob Freizeitparks oder Weihnachtsmärkte: Eltern und Kinder können durch die Stiftung gemeinsame Tage verbringen. „Die Ausflüge sind als Auszeit vom Alltag gedacht. Wir sitzen nicht im Stuhlkreis und sprechen über den Krebs. Sondern es geht um normale Themen und um Spaß haben“, sagt Lochmann. Krebspatienten falle es schwer, sich als „normal“ zu betrachten. Es helfe, sich ohne Scham mit Menschen auszutauschen, die ähnliches erlebt haben. René Lochmann fährt bei Ausflügen mit und spricht offen mit den Kindern. „Es ist immer besser, das Thema direkt anzusprechen, statt um den heißen Brei herumzureden“, sagt er. (leisa)
Quelle: © Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG