Sonne, Stimmung, Sport und Spektakel: So lief die Eröffnung der 15. Vogtlandspiele

Gut 4000 Mädchen und Jungen werden bis Ende Juni beim größten Nachwuchssportfest der Region starten. Der Auftakt am Mittwoch in Falkenstein kam bunt, modern, kurzweilig und emotional daher.

Gut 4000 Mädchen und Jungen werden bis Ende Juni beim größten Nachwuchssportfest der Region starten. Der Auftakt am Mittwoch in Falkenstein kam bunt, modern, kurzweilig und emotional daher. 
Falkenstein. Die 15. Vogtlandspiele in den Sommersportarten sind stimmungsvoll eröffnet worden. Als 300 Kinder und Jugendliche und ihre Betreuer am Mittwochvormittag im Falkensteiner Stadion lautstark den Countdown von zehn bis null heruntergezählt hatten und das olympische Feuer auf der Video-Leinwand loderte, war das noch nicht einmal der Höhepunkt der Auftaktveranstaltung. Für den sorgte der international erfolgreiche Fußball-Freestyler René Mathussek, den der Kreissportbund als Stargast engagiert hatte. Der Ballkünstler begeisterte nicht nur mit seiner spektakulären Show. Besonders viel Beifall gab es, als er vier zufällig aus den Reihen der vogtländischen Nachwuchssportler ausgewählte Kinder und Jugendliche nach vorn holte und mit ihnen zur Kopfball-Challenge und anderen Tricks antrat.

Landessportbund lobt das Miteinander im Vogtland 
Die Organisatoren, die bei der Eröffnungsveranstaltung schon seit einigen Jahren auf kurze Politikerreden und einen zügigen Ablauf des offiziellen Teils setzen, sahen sich im positiven Feedback von vielen Seiten bestätigt. „Wir wollen, dass die Kinder zu Hause nicht nur von ihren Wettkämpfen erzählen, sondern auch, dass sie etwas gesehen haben, was sie sonst vielleicht nur aus dem Fernsehen kennen“, erklärte Kreissportbund-Geschäftsführer Michael Degenkolb. „Man merkt, dass das Rahmenprogramm immer professioneller wird“, sagte Christian Dahms vom Landessportbund Sachsen. Was ihm noch aufgefallen ist: „In Leipzig oder Dresden ist das alles ein bisschen anonymer. Ich merke es häufig, wenn ich ins Vogtland komme, dass hier ein ganz enges Miteinander stattfindet.“ Das betont auch Kreissportbund-Präsident Steffen Fugmann immer wieder. „Die Vogtlandspiele sind weit mehr als nur ein Sportwettkampf. Sie stehen für Gemeinschaft, Begeisterung, Fairness und das außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement in unseren Vereinen“, sagte er. Gemeinsam mit Schirmherr und Landrat Thomas Hennig bedankte er sich schon im voraus bei den etwa 500 Helfern, die bei den Vogtlandspielen im Einsatz sind. „Das passiert fast alles im Ehrenamt. So ein großes Lob kann man gar nicht aussprechen“, sagte der Landrat. Der Eid der Sportler wurde am Mittwoch von Ben Wilde von der Sonnenhofschule Auerbach und der Eid der Kampfrichter von Susann Kessler von der SG Jößnitz verlesen. 

Von Leichtathletik und Fußball bis Darts und Hobby Horsing
Die ersten Medaillen der 15. Vogtlandspiele – abgesehen von den vorgezogenen Turnieren im Faustball – wurden am Mittwoch in Falkenstein unter anderem in den Leichtathletikwettbewerben für Menschen mit Behinderung und beim traditionellen Kindergartensportfest vergeben. Insgesamt sind bis Ende Juni 41 Wettbewerbe ausgeschrieben, zu denen etwa 4000 Teilnehmer erwartet werden. Die Palette der Sportarten reicht von Leichtathletik, Fuß-, Hand- und Volleyball über Schwimmen, Ringen, Judo und Turnen bis zu Trendsportarten wie Darts und Hobby Horsing, die in diesem Jahr jeweils zum zweiten Mal auf dem Plan stehen. Neu aufgenommen wurde eine Hort-Olympiade. Falkenstein ist dabei in diesem Jahr der zentrale Austragungsort. Weitere Wettkämpfe sind an 16 weiteren Standorten im Vogtland vorgesehen.

Die Vogtlandspiele gelten seit vielen Jahren als das größte breitensportliche Nachwuchsevent der Region. Sie stehen ganz bewusst auch Kindern und Jugendlichen offen, die nicht Mitglied in einem Sportverein sind. Der Kreissportbund organisiert die Vogtlandspiele seit 1998 im zweijährigen Rhythmus in enger Zusammenarbeit mit den Sportvereinen, Schulen, Kommunen sowie Partnern und Unterstützern in der Region.

© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG (Text: Monty Gräßler) / Fotos: Manuel Rohne

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