Späte Liebe hält bis heute

Brigitte Hoyer vom KSV Plauen ist sächsische Landesmeisterin im Kegeln


Brigitte  Hoyer  ist  eine Spätstarterin.  „Ich  habe  erst  mit 57 Jahren, im Jahr 2004, begonnen, aktiv zu kegeln. Elke Preßler, früher Nachwuchs-Bundestrainerin, ist damals  nach  Plauen  zurückgekehrt, hat hier eine Frauenmannschaft aufgebaut und mich gefragt, ob ich dort nicht  mitmachen  wollte.“  Brigitte Hoyer, die bis dahin zumeist nur ihren Mann Erich auf die Kegelbahn begleitete und gelegentlich dort eine Kugel schob, wollte. Das war der Anfang einer Erfolgsgeschichte, auf die die 71-Jährige mit Recht stolz ist.

Gut 14 Jahre später stehen für die Plauenerin  sechs  Kreismeistertitel, zwei  Bezirksmeistertitel  und  der Sieg bei der Landesmeisterschaft der Seniorinnen C im vergangenen Jahr zu Buche. Als Sachsens Beste hatte sie das Startrecht für die Deutschen Meisterschaften im Sommer im baden-württembergischen  Öhringen in der Tasche. Dort allerdings lief es nicht  ganz  so  gut.  Platz  18  bei 20 Starterinnen.  „Wir  haben  den Fehler gemacht, erst am Wettkampftag  mit  dem  Auto  anzureisen. Knapp vier Stunden Fahrt und nur zwei  Stunden  Ruhe  danach  waren als  Vorbereitung  alles  andere  als ideal.

Die meisten anderen sind am Vortag angekommen und haben in Öhringen übernachtet. Da wäre für mich  wahrscheinlich  auch  mehr drin gewesen“, weiß sie heute.Klar, dass sie das  gerne noch einmal beweisen möchte. Zuvor stehen am  Wochenende  aber  erstmal  die Kreismeisterschaften an, bei denen sie gerne Titel Nummer 7 einfahren möchte. Nach dem Vorlauf führt sie zumindest. Wichtig ist ihr aber auch ihre  Mannschaft  des  KSV  Plauen, mit  der  sie  2018  in  die  Bezirksliga aufstieg. „Wir wollen unbedingt die Klasse halten!“

Quelle: Freie Presse

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