Bronze für die neue Heimat

Elena Poschart vom TC Nemo Plauen ist WM-Dritte im Flossenschwimmen
 

Seit  Jahren  gehört  Elena Poschart zur Weltspitze im Flossenschwimmen.  Schon  früh  fand  die 1993 im  sibirischen Tomsk geborene Russin Gefallen an dieser Sportart, wenn auch die Trainingsbedingungen  in  ihrer  Heimat  nicht  gut waren. „Drei 25-Meter-Bahnen standen  zur  Verfügung“,  erzählt  sie. Doch das konnte sie nicht vom Vorhaben  abhalten,  einmal  zur  Weltspitze  zu  gehören.  Sie  erkämpfte zahlreiche Titel bei russischen Meisterschaften,  ist  Welt-  und  Europameisterin über 800 und 1500 Meter.

Durch die Liebe fand sie den Weg nach Deutschland und zum TC Nemo Plauen. 2013 lernte sie ihren jetzigen Ehemann,  den  ebenfalls  für Nemo  startenden  Max  Poschart, kennen  und  folgte  ihm  in  dessen Heimat. Seit 2015 startet sie für den Plauener Verein, seit April 2018 ist sie  für  Deutschland  bei  internationalen Titelkämpfen startberechtigt.

Die in Leipzig trainierende Chemiestudentin, die derzeit ihren Masterabschluss  macht,  kann  auf  zahlreiche  Medaillen  und  Titel  bei  den sächsischen sowie deutschen Meisterschaften  und  Weltcups  verweisen. Ihren  sportlichen  Höhepunkt erlebte  Elena  Poschart  im  Juli  des vergangenen  Jahres,  als  sie  bei  der Weltmeisterschaft in Belgrad Bronze über 1500 Meter Flossenschwimmen  holte.  Stolz  präsentierte  sie damals  ihre  Medaille,  denn  nicht viele  Sportler  können  von  sich sagen,  in  ihrer  Laufbahn  für  zwei Nationen  Medaillen  gewonnen  zu haben. Ihre Bescheidenheit, aber vor allem  ihr  unbändiger  Erfolgswille,
ließ Elena Poschart für viele Athleten  des  Bundesstützpunktes  vom  Tauchclub Nemo  längst  zum  Vorbild werden.

Quelle: Freie Presse

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