Eins mit der coolen Socke

Annika Ebert ritt im deutschen Team beim Nationenpreis in Prag zu Silber


„Eigentlich hatte ich Angst vor dem Springen. Mit elf wurde ich mal überredet, mich auf ein Springpony zu setzten. Und wie es so ist: Begeistert gewesen, Blut geleckt, dabei geblieben“, schaut Annika Ebert vom RRSV Freizeitpark Plohn zurück. Die heute 22-Jährige sitzt seit ihrem fünften Lebensjahr im Sattel und kann sich nichts Schöneres vorstellen. Die Meinung, Springen über hohe Hindernisse sei für Pferde abnormal, ist für sie Quatsch. „Man kann Pferde zu gar nichts zwingen. Es springen nur die Pferde, denen es auch Spaß macht.“ Dass dies bei Annika Ebert und ihrem zwölfjährigen Wallach-Fuchs Chacco Charly perfekt funktioniert, hat die gebürtige Reichenbacherin beim Nationenpreis in Prag bewiesen. Sie belegte dort mit dem deutschen Springreiterteam den zweiten Platz. „Es war schon etwas Besonderes, das rote Dress mit dem Bundesadler überstreifen zu dürfen. Bei so vielen guten Springreitern in Deutschland ist das eine absolute Ehre.“
Die Managerin im öffentlichen Dienst im Landesgestüt Moritzburg und Trägerin des Reitabzeichens in Gold, der höchsten Auszeichnung im Pferdesport, hat 2019 aber noch wesentlich mehr vorzuweisen: 15 Siege und elfmal Platz 2 oder 3 in S*- und S**-Springen, Landesmeisterin der Altersklasse U 21, fünfte Nominierung für den internationalen Großen Preis von Sachsen, zweiter und vierter Platz beim Turnier in Rieden sowie Siegerin im S*-, S**- und M*-Springen in Hof mit Chacco Charly und Calisto 29, ebenfalls ein zwölfjähriger Fuchs-Wallach. „Chacco Charly ist eine echt coole Socke, wir sind irgendwie eins, füreinander geschaffen“, sagt Annika Ebert zu ihrem ganzen Stolz.

Quelle: Freie Presse

Offizieller Medienpartner bei der Wahl der Vogtlandsportler 2019