Flachländerin auf Höhenflug

Skispringerin Josephin Laue aus Klingenthal ist Zweite der Junioren-WM


Die Juniorenweltmeisterschaften Anfang März quasi vor der Haustür in Oberwiesenthal als Aktive mitzuerleben, ist das große Ziel der 18-jährigen Skispringerin Josephin Laue vom Bundesstützpunkt Klingenthal. Es wäre der zweite Start für die Wahl-Vogtländerin bei Juniorenweltmeisterschaften. Vor Jahresfrist gehörte sie im finnischen Lahti bereits dem deutschen Team an, das im Mannschaftswettbewerb die Silbermedaille holte. Im Einzelwettbewerb landete Josephin Laue auf Platz 18. „Wenn sie es zur WM schafft, soll es da natürlich noch ein bisschen besser gehen. Ein Platz unter den besten zwölf ist schon drin“, sagt ihr Klingenthaler Trainer Marcel Höhlig. „Die Voraussetzungen bringt sie mit. Sie hat sich im vergangenen Jahr athletisch und sprungtechnisch weiterentwickelt, ist als Persönlichkeit gereift, einfach stabiler geworden.“

Das schlug sich auch in den sportlichen Erfolgen nieder: Im Alpencupwettbewerb wurde sie Gesamt-Dritte, den Deutschen Jugendcup durfte sie als Siegerin der Wettkampfserie mit nach Hause nehmen. Dabei war ihr das Skispringen nicht in die Wiege gelegt. Josephin Laue kommt aus dem Flachland, dem Saalekreis unweit von Halle. Dort begann sie beim SFV Rothenburg mit ihrer Sportart. 2014 wechselte sie mit ihrer Zwillingsschwester Pauline an den Stützpunkt in Klingenthal. Nach abgeschlossenem Abitur absolviert sie derzeit ein freiwilliges berufsbegleitendes Jahr. Nach einem Continentalcupstart am Wochenende in Norwegen hofft sie eine Woche später auf den ersten Weltcupstart ihrer Karriere in Oberstdorf.

Quelle: Freie Presse

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