Der Ehrgeiz ist mit 44 ungebrochen

  • Beim Pöh­ler Tri­ath­lon ge­hört Ja­na Rich­ter qua­si zum In­ven­tar. 2017 (Fo­to) wur­de die Se­ri­en­sie­ge­rin zwar nur Drit­te – die bei­den nur we­nig schnel­le­ren Kon­kur­ren­tin­nen wa­ren aber deut­lich jün­ger. Fo­to: Oli­ver Orgs/Ar­chiv

Plau­en - Im Fe­bru­ar 2020 hat Ja­na Rich­ter ei­ne neue Lei­den­schaft ent­deckt: Eis­ba­den. Und wenn ihr Co­ro­na im nächs­ten Win­ter nicht wie­der ei­nen Strich durch die Rech­nung macht, dann will sich die Plau­e­ne­rin auch bei ih­rem neu­es­ten Hob­by in ei­nem Wett­kampf aus­tes­ten. „Im Fe­bru­ar gibt es in Al­ten­berg ei­nen Wett­kampf, bei dem 50 Me­ter Kraul auf dem Pro­gramm ste­hen. Da will ich gern da­bei sein“, sagt die 44-Jäh­ri­ge und kommt beim Er­zäh­len über das Eis­ba­den re­gel­recht ins Schwär­men. Ihr Freund be­trei­be es schon lan­ge, und ir­gend­wann ha­be sie es auch aus­pro­bie­ren wol­len an der Pöhl. Vor an­dert­halb Jah­ren war es so weit. „Es kos­tet wirk­lich viel Über­win­dung. Du hast da­bei Schmer­zen, das tut rich­tig weg. Da­nach bist du feu­er­rot und zit­terst wie Es­pen­laub. Aber ich ha­be auch to­ta­le Glücks­ge­füh­le an­schlie­ßend“, er­zählt Ja­na Rich­ter.

Die Plau­e­ne­rin, die vie­le als Se­ri­en­sie­ge­rin des Pöh­ler Tri­ath­lons ken­nen, hat schon als Kind und Ju­gend­li­che im sport­li­chen Be­reich viel aus­pro­biert. Tisch­ten­nis, Leicht­ath­le­tik, Schwim­men, Ka­ra­te – bis zum blau­en Gür­tel hat sie es da ge­bracht – stan­den auf dem Pro­gramm. „Ich war im­mer gern ak­tiv, aber nicht auf leis­tungs­sport­li­chem Ni­veau. Als 1998 der ers­te Pöh­ler Tri­ath­lon statt­fand, ha­be ich das ein­fach mal aus­pro­biert und rich­tig Lust dar­auf be­kom­men“, er­in­nert sie sich. Bis heu­te hat sie sich vor al­lem auf die Olym­pi­sche Di­stanz spe­zia­li­siert. Län­ge­re Stre­cken ha­ben sie nie ge­reizt, auch weil da­für ge­ziel­te­res Trai­ning not­wen­dig wä­re. Das aber ist nicht Ja­na Rich­ters Ding.

Als Ein­hei­ten auf dem Rad dient ihr ih­re täg­li­che Ar­beit als Fahr­rad­ku­rie­rin in Plau­en. Zum Schwim­men geht es abends re­gel­mä­ßig an die Pöhl und ab und an mal für ei­nen Lauf in den Wald: „Ge­mein­sam mit mei­nem Freund bin ich auch am Wo­chen­en­de viel mit dem Fahr­rad un­ter­wegs. Zum Bei­spiel Rich­tung Tsche­chi­en.“ Im Herbst und Win­ter ist Ja­na Rich­ter zu­dem re­gel­mä­ßig bei Cross­läu­fen am Start.

Die Co­ro­na-Pan­de­mie hat sie mit Blick auf Wett­kämp­fe deut­lich aus­ge­bremst. Im Som­mer 2020 wa­ren zwei Starts in Ma­ri­en­bad und Eger das Ein­zi­ge, in die­sem Jahr ste­hen bis­her Teil­nah­men beim Sach­sen­trail auf dem Ra­ben­berg im Ju­ni und am ver­gan­ge­nen Sonn­tag er­neut beim Spa­run in Ma­ri­en­bad in der Lis­te. Dort lief die Plau­e­ne­rin auf Rang 3 und freut sich nun auf den Tri­ath­lon am Sonn­tag in Grim­ma. „Ich muss sa­gen, dass ich durch die lan­ge Pau­se ganz schön auf­ge­regt bin vor dem Start. Auch wenn vie­le mei­ner Kon­kur­ren­tin­nen mitt­ler­wei­le deut­lich jün­ger sind, ha­be ich im­mer noch den Ehr­geiz, in den Ge­samt­wer­tun­gen ei­nen Po­dest­platz zu er­rei­chen“, be­tont Ja­na Rich­ter, die für den Tri­ath­lon­ver­ein Dres­den auch in der Re­gio­nal­li­ga star­tet.

Ob es in Grim­ma zu ei­nem vor­de­ren Platz rei­chen kann, las­se sich schwer ein­schät­zen. Dort mit da­bei sind zum Teil Ka­der­sport­ler, die im Ver­gleich zur Plau­e­ne­rin ge­ra­de in den Win­ter­mo­na­ten mehr trai­nie­ren konn­ten. Ihr gu­te Lau­ne lässt sich Ja­na Rich­ter da­von aber nicht neh­men: „Ich freue mich ein­fach auf den Wett­kampf.“

Quelle: Freie Presse (Anika Heber)

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