Ein Vorbild auf allen Ebenen

Jan Ualikhanov vom Boxteam Oelsnitz kämpft gegen viele Widerstände


Nicht nur für seinen Trainer Frank Süß ist er ein Musterbeispiel für gelungene Integration: Jan Ualikhanov, der als Kind mit seiner Familie aus Kasachstan nach Deutschland kam, hat sich über die Jahre zu einem der erfolgreichsten Athleten des Boxteams Oelsnitz gemausert. „Er ist freundlich, fleißig, ein Vorbild für alle, und das auf allen Ebenen“, ist sein Trainer des Lobes voll. „Auch wenn er schon oft um Siege betrogen wurde, gibt er einfach nie auf.“ 132 Kämpfe hat Ualikhanov absolviert, über 90 davon siegreich. Doch nicht nur für den Oelsnitzer Verein steigt er in den Ring. Seit längerer Zeit schnürt der 25-Jährige, der bei der Bundeswehr in Marienberg als Zeitsoldat dient, für den Bundesligisten Chemnitzer Wölfe die Handschuhe. Dort hat er in der aktuellen Saison jeden Kampf und bisher dreimal das Chemnitzer Boxturnier gewonnen. Selbst bei Deutschen Meisterschaften hat der Soldat – er geht Anfang Februar in den Auslandseinsatz – trotz der fast schon traditionellen Benachteiligung von Sportlern kleinerer Clubs durch die Kampfrichter einige Meriten erringen können.

Vier Bronzemedaillen erkämpfte Ualikhanov in den vergangenen Jahren. Er gewann mehrfach das internationale Turnier im finnischen Rovaniemi, wurde Dritter beim Nationen-Cup in Wien und vergangenes Jahr Zwölfter bei der Militärweltmeisterschaft in China. Auch der sächsischen Landesauswahl gehört er fast selbstredend an. Die Bilanz ist umso erstaunlicher, da er nicht in einer Sportkompanie dient und – für viele Experten völlig unverständlich – auch nicht zum Bundeskader des Deutschen Boxsport-Verbandes gehört.

Quelle: Freie Presse

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