Beim Weltcup auf Podest

Eisschnellläufer Michael Roth eifert erfolgreich seiner Schwester nach


Das Vorbild hat Michael Roth in der eigenen Familie, nicht nur sportlich. Schwester Denise stand mehrfach bei der vogtländischen Sportlerwahl auf dem Treppchen. Mittlerweile hat sie ihre Karriere beendet, und ihr jüngerer Bruder hält die Fahne hoch. „Ich hatte das Glück, schon zweimal auf dem Podest zu stehen. Das Ziel ist natürlich, auch diesmal dorthin zu kommen. Es ist immer wieder schön, auf der Liste stehen zu dürfen“, sagt der 20-jährige Eisschnellläufer vom TSV Vorwärts Mylau. Beim Weltcup der Neo-Senioren stand er in der vergangenen Saison in Helsinki als Dritter das erste Mal auf dem Podest, vor kurzem durfte Michael Roth sogar bei der Einzelstrecken-EM der Männer starten. Die Olympischen Winterspiele 2022 aber kommen für ihn wohl ein wenig zu früh. „Es wäre super dabei zu sein, aber ich wäre recht jung. 2026 ist realistischer“, erzählt Roth, der in der nächsten Saison zunächst in den Männer-Weltcup laufen will.
Intensiv verfolgt wird seine Karriere von seinen Eltern Simona und Reiner Roth, die so oft es geht auch bei den Wettkämpfen dabei sind. Ansonsten sehen sie ihren Sohn nicht mehr so häufig. Nach dem Abitur am Sportgymnasium in Chemnitz zog Michael Roth 2018 nach Berlin, wo er Training und BWL-Studium sehr gut verbinden kann. „Meine Uni ist Partnerhochschule des Spitzensports. So könnte ich zum Beispiel Prüfungen verschieben, und ich kann auch Vorlesungen verpassen. Die Unterlagen bekomme ich dann digital oder von Kommilitonen“, sagt Michael Roth. Gleichzeitig wird er auch über die Sportfördergruppe der Bundeswehr unterstützt.

Quelle: Freie Presse

Offizieller Medienpartner bei der Wahl der Vogtlandsportler 2019