Läufer schwitzt für Tokio

Leichtathlet Sebastian Hendel aus Reichenbach träumt von Olympia


Als Sebastian Hendel 2018 sowohl über 5000 als auch über 10.000 Meter zum Deutschen Meistertitel lief, galt er für manchen vermeintlichen Leichtathletik-Kenner jenseits von Sachsen als Nobody, obwohl er schon als Jugendlicher bis hin zu Platz 8 bei der U-23-EM einiges an Erfolgen erreicht hatte. Inzwischen hat sich das deutlich geändert, sein Name hat landesweit einen guten Klang. Das liegt natürlich daran, dass das Doppelgold von 2018 keine Eintagsfliege blieb. Größter Erfolg im vergangenen Jahr war die Silbermedaille bei den Deutschen Meisterschaften über 10.000 Meter hinter Richard Ringer, der 2018 nicht am Start war. „Ganz wichtig für mich war aber auch der elfte Platz beim Europacup im Juli in London, wo ich 10.000-Meter-Bestzeit gelaufen bin.“ Bei 28:27,11 Minuten blieben damals die Uhren stehen, rund 16 Sekunden eher als zur vorherigen Bestzeit.

Diese Saison steht für den 24-Jährigen, der Ende 2019 vom LAV Reichenbach zur LG Braunschweig wechselte, ganz im Zeichen der Olympischen Spiele in Tokio. „Ich möchte mich für den 10.000-Meter-Lauf qualifizieren, was sehr hart wird. Es gibt nur einen Finallauf mit 27 Startplätzen. Die Normzeit zu schaffen, ist fast unmöglich. Daher gibt es noch ein Punktesystem anhand der Wettkampfresultate, über das ich hoffe, den Sprung nach Tokio zu schaffen.“ Dafür schindet sich Sebastian Hendel derzeit im Höhentrainingslager des Deutschen Leichtathletik-Verbandes in Südafrika. Auch die EM in Paris hat der Reichenbacher im Blick. „Da will ich deutlich besser sein als beim Debüt 2018.“ Damals kam er über 10.000 Meter auf Platz 24

Quelle: Freie Presse

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