Gut Freund mit dem Wind

Felix Albert und Lukas Merz segeln bei der EM auf Platz 12


Die einen kennen sich schon aus Sandkastenzeiten, bei anderen nennt es sich Jugendliebe. Irgendwie trifft beides auf Felix Albert und Lukas Merz vom Segelsportverein Einheit Plauen zu. Beide sind Wendejahr-Kinder. Sie saßen zwar nicht gemeinsam im Sandkasten, aber sie verbindet die gemeinsame Liebe zum Segeln. In getrennten Booten traten sie im geeinten Deutschland gegeneinander an. Nach verschiedenen Jugendbootsklassen sind sie schließlich zusammen im Flying Dutchman, kurz FD, gelandet: Felix, der Bauingenieur und Steuermann aus Plauen, und Lukas, der Baumaschinen-Ingenieur und Vorschoter aus Nürnberg. Für den FD sprach, dass es einer der klassischen Bootstypen ist. „Trotzdem mit modernster Technik wie Vollcarbonrumpf oder Carbonmasten. Er ist anspruchsvoll zu segeln, stellt hohe physische und psychische Anforderungen an die Crew. Zudem gibt es FD-Regatten rund um die Welt“, erklärt Albert. Ihr Boot wird oft weit vorn im Feld gesichtet.

Voriges Jahr belegten beide Platz 1 bei der Regatta Tegernsee und beim Karwendel-Cup Achensee, einem Euro-Cup-Rennen. Beide Regatten und eine am Gardasee zählen zum Thermik-Cup. Da das schlechteste Einzelergebnis gestrichen wird, gewannen Albert/Merz automatisch auch den Pokal. Hinzu kam neben einem zweiten Platz auf dem Starnberger See Rang 12 bei der EM auf dem Balaton. „Eigentlich war es eine verkappte WM, denn die Konkurrenz kam aus der ganzen Welt und war sehr gut. Meist herrschte viel Wind, nicht unsere Traumbedingungen. Trotzdem landeten wir einen zweiten und einen dritten Tagesplatz“, zeigt sich Merz zufrieden. In Deutschland stehen sie auf Platz 9 der FD-Rangliste.

Quelle: Freie Presse

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