Praxis für Talente statt Titel

Oelsnitzer Volleyballer bauen auf den eigenen Nachwuchs


Die Volleyballer des VSV Oelsnitz sind seit Jahren das Aushängeschild dieses Sports in der Region. Mit gegenüber der Konkurrenz verhältnismäßig geringen Mitteln halten die Oelsnitzer schon lange Zeit nicht nur mit ihren meist aus Großstädten und Ballungsräumen stammenden Gegnern mit, sie überflügeln sie oftmals sogar. Zweimal landeten die VSV-Männer in den letzten Jahren sogar in der dritthöchsten deutschen Spielklasse, aus der sie sich aber nach jeweils einer Saison prompt wieder verabschieden mussten. In der Abschlusstabelle der vorangegangenen Saison als Drittligaabsteiger Zweiter der Regionalliga Ost hinter dem aufstiegsunwilligen Meister USV TU Dresden, lief es in der aktuellen Spielzeit noch nicht so rund für die VSV-Männer. Fünf Siege, aber auch fünf Niederlagen bedeuten aktuell lediglich den siebenten Platz in der neun Teams umfassenden Staffel.

Die eigentlich recht erfolgsverwöhnten Oelsnitzer sehen die ungewöhnlich dürftige Bilanz aber relativ gelassen. „Den Aufstieg und damit ein drittes Gastspiel in der 3. Liga peilen wir aktuell ohnehin nicht an. Unser wichtigstes Ziel ist es, die Mannschaft schrittweise zu verjüngen, Talente aus dem eigenen Nachwuchs einzubauen und ihnen die nötige Spielpraxis zu vermitteln“, sagt VSV-Trainer Alexander Krug, zugleich auch sportlicher Leiter des Vereins. „Dass es durch den Einbau junger und natürlich noch nicht so erfahrener Spieler die eine oder andere Niederlage mehr als gewohnt geben kann, nehmen wir dafür in Kauf.“
Dass der VSV weiter fast ausschließlich auf die eigene Talentschmiede setzt, zeigt auch die Tatsache, dass es im Sommer im Regionalligateam mit Michael Wagner von Regionalligaabsteiger Tröbnitz nur einen einzigen externen Zugang gab.

Quelle: Freie Presse

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