Wo seit vielen Jahren Handball gelebt wird

PLAUEN - Seit Jahrzehnten prägt der HC Einheit Plauen die Handballlandschaft in Plauen und im Vogtland. Lange Zeit als am höchsten spielender Verein hat der HCE seinen Platz in der vierthöchsten Handball-Spielklasse, der Mitteldeutschen Oberliga, gefunden. Natürlich ging es immer wieder Höhen und Tiefen, doch der Verein aus dem Plauener Stadtteil Reusa ist sich immer treu geblieben und versucht seit Jahren mit einer gesunden Basis den Grundstein für sportliche Erfolge zu legen. Dabei geht es nicht um Meisterschaften und Aufstiege, sondern dem Vereinszweck nach Menschen das Handballspielen zu ermöglichen, Kindern und Jugendlichen den Spaß daran zu zeigen.

Viele Erfolge feierte der HC Einheit Plauen in der jüngeren Geschichte. Zum Beispiel wurden die Plauener zweimal Sachsenmeister und stiegen seit 2001 insgesamt dreimal auf. „In der Saison 2000/01 stieg unsere erste Mannschaft in die Regionalliga auf, was zur damaligen Zeit ungefähr mit der heutigen 3. Liga zu vergleichen ist. Bis 2003 konnten wir uns dort halten. Das war wohl der größte sportliche Erfolg“, weiß HCE-Pressesprecherin und Mitglied des geschäftsführenden Vorstands, Sabrina Lukas.

Anfang und Mitte der 2010er gab es dann eine Achterbahn der Gefühle. Stieg man 2012/13 in die Mitteldeutsche Oberliga auf, wurde der HC Einheit zwei Jahre später überraschenderweise Vizemeister und stand sogar kurz vor dem Aufstieg in die 3. Liga. „Kurios war, dass wir eine Saison später mit dem gleichen Kader aus der Oberliga abgestiegen sind. Das war ein Seuchenjahr mit vielen Verletzungen, in dem wir zu kämpfen hatten, überhaupt jemanden auf der Auswechselbank sitzen zu haben“, so Lukas. Der Verein konsolidierte sich und schaffte ein Jahr später den direkten Wiederaufstieg.

Seitdem hält sich der HC Einheit in der Oberliga, auch wenn der mehrmalige Nichtabstieg durch unklare Regelungen des Mitteldeutschen Handball-Verbandes zustande kam. „Zum Beispiel gab es da die Relegationsspiele gegen Glauchau/ Meerane, weil ein Absteiger ermittelt werden musste. In Glauchau führten wir deutlich zur Halbzeit und verloren am Ende knapp. Im Rückspiel vor gut 800 Fans in der Einheit-Arena lief es genau andersherum und wir blieben in der Liga. Das war ganz besonders“, so Lukas.

Der Verein und die erste Mannschaft stehen auf einem finanziell soliden Fundament. „Wir sind ein kleiner Verein in dieser Liga. Wir arbeiten zukunftsorientiert und werden in den kommenden Jahren einen Generationenwechsel in der Mannschaft vollziehen, wollen auf junge Spieler setzen, die den Verein voranbringen wollen“, erklärt die Vorstandsfrau. Das kostet natürlich – Überzeugung und Geld. „Wir wollen Erfolg, aber nicht um jeden Preis. Wir haben 40 Kinder im Alter zwischen 2 und 7 Jahren im Verein. Das werden wir nicht leichtfertig riskieren, nur um mit der ersten Mannschaft Erfolg zu haben. Der Vereinszweck steht im Vordergrund: Der breiten Masse den Handballsport zugänglich zu machen“, so Lukas.

Quelle: Freie Presse

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