Von der Bezirksklasse in die Regionalliga

  • Foto: Marcus Schädlich

Auerbach. Auch wenn der misslungene Saisonstart beim VfB Auerbach aktuell die Stimmung trübt: Den Platz auf dem Tippzettel für die Umfrage nach den Vogtlandsportlern der vergangenen 25 Jahre hat sich der Verein als höchstklassige Fußballmannschaft der Region ohne Wenn und Aber verdient. "Wenn ich alleine mal die Einschaltquoten aus den nun mittlerweile zehn Jahren in der Regionalliga anschaue, dann nehmen wir für uns schon in Anspruch, ein sportliches Aushängeschild und ein Werbeträger fürs Vogtland zu sein. Und das wollen wir natürlich auch bleiben", sagt VfB-Manager Volkhardt Kramer.

Der Nachsatz des 70-Jährigen ist bewusst gewählt. Denn das jüngste Ausscheiden im Sachsenpokal passte ins Bild, das der Tabellenletzte der Regionalliga bisher in dieser Saison abgab. "Ich glaube nach wie vor daran, dass wir die Kurve kriegen. Wir haben drei Punkte Rückstand und noch 30 Spiele. Wer da jetzt schon aufgibt, ist kein Wettkämpfer", sagt Volkhardt Kramer, der um die Kritik am Kader weiß. Sein Optimismus beruht auch darauf, dass der Verein in der 4. Liga schon mehrfach kritische Situationen gemeistert hat.

Grundsätzlich ging es mit dem Auerbacher Fußball seit der Wende aber steil bergauf. Zunächst von der Bezirksklasse in die Bezirksliga und 1993 unter Trainer Frank Steiniger mit prominenten Verstärkungen in die Landesliga. Zu den folgenden Derbys mit dem 1. FC Rodewisch kamen schon mal 1500 Zuschauer. Der nächste Aufstieg war dann für Volkhardt Kramer, der wie kein Zweiter für die Erfolgsgeschichte des VfB steht, ein ganz besonderer. Als Trainer und Manager in Personalunion führte er den VfB 2003 in die Oberliga. "Das entscheidende Spiel in Markranstädt, die Heimfahrt und dann die Party in Auerbach, das war schon verrückt."

Zu der Zeit konnte keiner ahnen, dass die Mannschaft unter Trainer Steffen Dünger den Erfolg 2012 mit dem Sprung in die Regionalliga noch toppen würde. "Die Leistung ist noch höher zu bewerten, wenn man sieht, dass der Trainer das nach einem Vollzeitjob und mit Spielern geschafft hat, denen man das nicht so zugetraut hätte", erklärt Volkhardt Kramer. Es war die Zeit, als er die Regionalliga für Auerbach als Champions League bezeichnete.

In der spielten die Vogtländer mit stets knapp bemessenem Etat fortan auch unter den Trainern Andreas Richter, Michael Hiemisch und Sven Köhler eine gute Rolle und sorgten für viele Höhepunkte. Insbesondere an die Siege gegen Traditionsklubs wie Carl Zeiss Jena, Energie Cottbus oder den 1. FC Magdeburg erinnern sich die Fans noch gern. Auch erfolgreiche Derbys gegen Zwickau und Plauen sowie der spannende Pokalabend im November 2015 gegen Dynamo Dresden (0:1 n. V.) vor der Rekordkulisse von 3500 Fans im heimischen Stadion gehören dazu.

Parallel zu den Erfolgen auf dem Platz tat sich beim VfB stets auch etwas neben dem Platz. So entstand mit Unterstützung der Stadt und der Sponsoren, gepaart mit viel Ideenreichtum sowie Eigeninitiative des VfB, nach und nach eine kleine schmucke Fußball-Arena.

VfB Auerbach

Vereinsgründung: Der VfB wurde im Mai 1906 als Auerbacher Fußballclub gegründet und 1913 in VfB umbenannt. Zu DDR-Zeiten wurde als BSG Einheit gespielt. Ab 1990 lief das Team wieder als VfB Auerbach auf.

Größte sportliche Erfolge: Aufstieg in die Regionalliga 2012, Platz 7 in der Regionalliga 2013/14, Platz 9 in der Regionalliga 2015/16. Aufstieg in die Oberliga 2003, Aufstieg in die Landesliga 1993

Ergebnisse bei der Sportlerwahl: Sieger 2003, Zweiter 2010, 2011, 2012 und 2015, Dritter 2005, 2014

Quelle: Freie Presse

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