Unsere Vereinshelden 2026

Bei der vogtländischen STERNQUELL SPORTGALA VOGTLAND hat die große Bühne diesmal zuerst den Ehrenamtlern gehört. Ohne diese Vereinshelden hätte es viele sportliche Erfolge nicht gegeben.

Hinter jedem sportlichem Erfolg, egal ob auf großer Bühne oder beim beschaulichen Vereinssportfest, hinter jedem lautstark gefeierten oder still genossenen Sieg über ehrgeizige Konkurrenz oder auch nur über den inneren Schweinehund steht zumeist eine ganze Anzahl helfender Hände, die selten genug wahrgenommen werden. Hier im Saal weiß jeder nur zu genau, wovon die Rede ist. Dem Kreissportbund Vogtland e.V. und dem Vogtlandkreis ist es seit jeher wichtig, derartiges Engagement angemessen zu würdigen. Er hat es sich daher zur Tradition gemacht, alljährlich im Vorfeld der Sportgala einige der rührigsten Trainer, Übungsleiter, Kampfrichter, Vereinsfunktionäre und auf viele andere Weise für den Sport aktiven Vogtländer für ihren Einsatz auszuzeichnen. Bisher diente dazu immer eine Feierstunde im Landratsamt. Angesichts der Tatsache, dass es nicht unbedingt leichter geworden ist, Menschen für ein Ehrenamt zu begeistern, hat die mit der Vorbereitung der Sportgala betraute Arbeitsgruppe den Entschluss gefasst: Diese guten Seelen gehören auf die große Bühne!

Diesen Vereinshelden wurden durch ihre Sportvereine vorgeschlagen und zur STERNQUELL SPORTGALA VOGTLAND 2026 ausgezeichnet:


Bernd Zimmermann, VSC Klingenthal 
Niemand würde es Bernd Zimmermann verübeln, wenn er nach Jahrzehnten Einsatz für den Wintersport – besonders für die Nordische Kombination – als Rentner das Feld den Jüngeren überlässt. Schließlich hat er nicht nur in Klingenthal, das seit seinem Wechsel aus dem Osterzgebirge an die Sportschule im Jahr 1966 seine Heimat ist, Spuren hinterlassen, die keiner mehr wegwischen kann. Der 74-Jährige war DDR-Meister 1974 in der Kombination, Sieger bei internationalen Wettkämpfen und Achter der Skiweltmeisterschaften 1974 in Falun. Er trainierte 1988 bis 1990 die DDR-Nationalmannschaft, und war von 1994 bis 1997 Bundestrainer. In den Jahren danach formte er als Verantwortlicher des deutschen B-Weltcup-Teams und als Nachwuchstrainer beim Deutschen Skiverband und am Klingenthaler Stützpunkt viele Talente. Doch nach seinem Renteneintritt 2015 alle fünfe gerade sein zu lassen, das liegt „Zimt“, wie ihn seine Sportfreunde seit jeher nennen, nicht. Wo Rat und Tat oder einfach nur helfende Hände gebraucht werden, ist er zur Stelle, sei es bei der Absicherung von Wettkämpfen, beim Präparieren der Schanzen oder auch beim Mähen. Beim Vorstand des VSC weiß man genau: Auf „Zimt“ und die anderen treuen Seelen des „Rentnertrupps“ ist immer Verlass.

Antje Sünderhauf, Vogtländischer Wanderverband/Klingenthaler Wandersportverein 
Sollen ihre Freunde, Kollegen und Sportkameraden Antje Sünderhauf beschreiben, kommen mit Sicherheit zwei Eigenschaften zur Sprache: ihre Liebe zur Natur und die damit verbundene Leidenschaft für das Wandern sowie ihr großes Herz für Kinder. Beim Vogtländischen Wanderverband vereint sie diese Eigenschaften aufs Beste in ihrem Einsatz für das Wandern mit Kindern. Als ausgebildete Wanderleiterin und zugleich Leiterin der Zwotaer Kindertagesstätte „Zwoticher Waldwichtel“ bemühte sie sich um den vom Deutschen Wanderverband verliehenen Titel „let’s go-Wanderkindergarten“. 2017 konnten die Zwotaer als einer der ersten vier deutschen Kindergärten überhaupt das entsprechende Schild an ihrem Gebäude anbringen. Antje Sünderhauf organisiert seit Jahren regelmäßige Wanderungen mit den Mädchen und Jungen aus ihrer Kindertagesstätte, aber auch Familienwanderungen oder Kindertouren für den Klingenthaler Wandersportverein oder den vogtländischen Dachverband der Wanderer. Dabei versteht sie es, die Kleinen mit pädagogischem Geschick und großem Wissen über Natur und Heimatgeschichte zu begeistern. Und ihr Engagement reicht über das Vogtland hinaus: Für den Deutschen Wanderverband gibt sie ihre Erfahrungen als Referentin zum Thema „Wandern mit Kids“ weiter.

Steffi Seifert, TSV Vorwärts Mylau 
Schon seit ihrer Kindheit ist Steffi Seifert dem Eisschnelllaufen verbunden und Mitglied im Verein. Nichts Ungewöhnliches für eine Mylauerin. Doch spätestens seit auch ihre Kinder ihr Herz an die Rundenhatz auf den schmalen Kufen verloren haben, ist ihr Einsatz für den TSV Vorwärts immer ein bisschen mehr gewachsen. Inzwischen mischt sie gute 20 Jahre mit ganzer Kraft im Vereinsleben mit. Sie setzte als Materialwart, Presseverantwortliche oder Talentscout wichtige Akzente. Dass bei Facebook und Instagram stets das Neueste über die Abteilung Eisschnelllauf des TSV Vorwärts zu finden ist und die Erfolge der Sportlerinnen und Sportler verfolgt werden können, ist Steffi Seifert zu verdanken. Aber auch außerhalb der Eisbahn steht sie ihre Frau, wie zum Beispiel am Stand des Vereines auf dem Weihnachtsmarkt oder beim Lichterfest Winterzauber in Reichenbach. Sie organisiert Fahrten zum Training und zu den Wettkämpfen, bei denen sie dann oft mit helfender Hand zur Stelle ist. Seit 2020 leitet sie die Abteilung Eisschnelllauf, seit 2022 gehört sie dem Vorstand des Gesamtvereines an. Ihr außergewöhnliches Engagement für ihren Verein bewog den Kreissportbund 2021 dazu, Steffi Seifert zu einem der Gesichter seiner Motivationskampagne „Wir bewegen das Vogtland“ zu machen. Ihr Wort hat auch im Leistungssportausschuss des Sportbundes Gewicht, dessen Mitglied sie ist.

Sandra Licht-Großpietzsch, SpVgg Heinsdorfergrund 02 
Von klein auf hat sich Sandra Licht-Großpietzsch dem Tischtennissport verschrieben. Kein Wunder, schließlich war ihr Vater Wolfgang Licht über Jahrzehnte ein prägendes Gesicht des Heinsdorfer Tischtennissports, woran der Verein mit einem jährlichen Gedenkturnier erinnert. Für Sandra Licht-Großpietzsch blieb es so fast selbstverständlich, nicht nur beim aktiven Sport an der Platte. Als Trainerin und Mentorin hat sie in den vergangenen 15 Jahren mehr als 130 junge Sportlerinnen und Sportler betreut und „ganz nebenbei“ auch ihren Ehemann für den Tischtennissport begeistert. Der ist inzwischen Vorsitzender des Kreisfachverbandes Vogtland. Dem unbändigen Willen von Sandra Licht-Großpietzsch, die Zukunft ihres geliebten Sports im Ort zu sichern, ist es maßgeblich zu verdanken, dass die Zahl der Mitglieder der Abteilung der SpVgg Heinsdorfergrund von 18 im Jahr 2009 auf heute 75 anwuchs. Viele der Talente, die im Kindesalter durch die Hände von Sandra Licht-Großpietzsch gingen, halten heute als Übungsleiter, Schiedsrichter oder Mannschaftsleiter weiter zur Stange. Wichtig sind ihr aber auch die Integration und Unterstützung benachteiligter Gruppen. So arbeitet sie als Integrations- und Kinderschutzbeauftragte im Gesamtverein, dessen stellvertretende Präsidentin sie von 2016 bis 2019 war, davon ein Jahr als kommissarische Präsidentin.

Andrea Roth-Dressel, SC Plauen 06 
Viele Geschichten von aktiven Vereinsmitgliedern beginnen so oder so ähnlich: Mutter oder Vater begleiten ihre Kinder zum Sport, finden Gefallen daran, knüpfen Kontakte und stehen eines Tages selbst mit beiden Beinen im Vereinsleben. Das war auch bei Andrea Roth-Dressel vom Schwimmverein SC Plauen 06 nicht anders. Auch sie fand zunächst als mütterliche Begleitung den Weg in die Turnhalle, die inzwischen ihr zweites Zuhause ist. Seit acht Jahren leitet sie dort nunmehr schon das Athletiktraining beim SC 06. In dieser Zeit hat sie sich bei ihren Mitstreitern ein hohes Ansehen erworben. Bevor sie den Schritt zur ehrenamtlichen Arbeit als Übungsleiterin ging, brachte sie sich schon mit einer zweiten großen Leidenschaft für den Verein ein: mit der Fotografie. Sie hielt das Wettkampfgeschehen der Plauener Schwimmerinnen und Schwimmer gekonnt mit ihrer Linse fest. Inzwischen ist sie mehr in den Krafträumen und Turnhallen zu Hause. Andrea Roth-Dressel hat eine Trainerlizenz erworben und lernt selbst Übungsleiter für ihren Verein an.

Denise Schalowski, SV Vogtland Plauen 
Wenn beim Schwimmverein Vogtland Plauen eine helfende Hand gebraucht wird, ist Denise Schalowski meist nicht weit. „Sie verkörpert ehrenamtliches Engagement im besten Sinne“, loben ihre Vorstandskolleginnen und -kollegen die Plauenerin. Auch ihr Weg begann als Mutter, die am Beckenrand mitfieberte und sich schnell von einer mehr oder weniger ruhig mitfiebernden Beobachterin zur wertvollen Mitstreiterin wandelte. Schon bald übernahm sie wichtige Aufgaben im Trainingsbetrieb, nunmehr ist sie längst ein fester Bestandteil des Trainerteams. Seit 2022 gehört sie dem Vereinsvorstand an, seit 2023 ist sie bei den verschiedensten Wettkämpfen über das Vogtland hinaus als Kampfrichterin und Zeitnehmerin im Einsatz. Besonders hoch geschätzt wird im Verein die große Zuverlässigkeit Denise Schalowskis. Die ist bei starker beruflicher Belastung und den Pflichten als Mutter zweier Kinder nicht selbstverständlich. Kein Wunder also, dass sie sich dem Thema Kinderschutz in der Vereinsarbeit besonders verpflichtet fühlt. Sie trägt durch ihren unermüdlichen Einsatz und ihre positive Ausstrahlung maßgeblich dazu bei, dass das Vereinsleben funktioniert, Kinder Freude am Schwimmsport haben und der Verein verlässlich organisiert ist. 

Tina Reuter, SV Triebel
Tina Reuter ist beim SV Triebel die Herrin des Geldes. Seit zehn Jahren übt sie das Amt der Schatzmeisterin aus. Und die Triebeler wissen, was sie an ihr haben: Tina Reuter stellt sich den in dieser Zeit kontinuierlich gewachsenen Aufgaben bei der Verwaltung der Vereinsfinanzen mit großer Sorgfalt, Verlässlichkeit und Übersicht. Dass ihr Verantwortungsbereich einen immer größeren Aufwand erfordert, hat eine sehr angenehme Ursache: der zunehmende Stellenwert, den die Kinder- und Jugendarbeit in dem Verein einnimmt. Dazu zählen zwei offene Kinder- und Jugendtreffs, vier Ferienfreizeiten pro Jahr sowie zahlreiche Angebote wie Ausflüge, Workshops, Sonderaktionen und andere Projekte. Dazu tragen aber auch Bauvorhaben und weitere Vereinsangebote bei, die eine genaue Planung und Kontrolle bei der Finanzierung erforderlich machen. Damit lastet auf den Schultern der Schatzmeisterin eine hohe Verantwortung. Die Triebeler schätzen an Tina Reuter, dass sie trotz dieser hohen Anforderungen stets den Überblick behält, sodass alle Vorhaben transparent und zuverlässig umgesetzt werden können. Doch ihr Einsatz geht über den sorgfältigen Umgang mit den Finanzen hinaus. Sie langt bei Festen und Feiern tatkräftig mit zu, organisiert Volleyballturniere, steht am Ausschank und steht beim Aufbau und beim Aufräumen zur Verfügung. 

Monika Degenkolb, SV Triebel 
Ohne Sponsoren geht für Sportvereine kaum etwas. Deshalb legen diese viel Wert darauf, ihre Partner aus der Wirtschaft umsichtig zu betreuen und möglichst weitere zu gewinnen. Beim SV Triebel liegt diese wichtige Aufgabe in den Händen von Monika Degenkolb. Seit 2012 wirkt sie im Verein als Schriftführerin, Vorstandsmitglied und Sponsorenbeauftragte. Vielfach spielt sich ihre Arbeit daher außerhalb des Rampenlichts ab, doch deren Wirkung strahlt erheblich auf den gesamten Verein aus. Sie ist erste Ansprechpartnerin bei Spenden, pflegt die Partnerschaft mit den Sponsoren mit großer Sorgfalt und hat deren Anzahl über die Jahre beachtlich erweitert. Damit leistet Monika Degenkolb einen wichtigen Beitrag zur finanziellen Stabilität und damit auch zur Weiterentwicklung des Vereins. Mit viel Herzblut kümmert sie sich zudem um die Würdigung runder Geburtstage und organisiert sie angemessene Ehrungen für verdiente Mitglieder. Aber auch bei der ganz praktischen Arbeit steht sie nicht abseits. Sie hilft beim Einkauf, übernimmt schon mal den Ausschank und kümmert sich um die Versorgung bei Vereinsveranstaltungen wie Fußballspielen, der Winterwanderung oder den Sportfesten. Mit einem Satz: Sie ist eine unverzichtbare Stütze in der Triebeler Vereinsarbeit. 

Birgit Zapf, LATV Plauen 
Seit Jahrzehnten dreht sich vieles im Leben von Birgit Zapf um die Leichtathletik. Und das nicht nur im Kindes- und Jugendalter oder in den sogenannten besten Jahren. Selbst in einem Alter, in dem für viele die Enkelbetreuung an erster Stelle steht, ließ sich die heute 68-Jährige nicht davon abhalten, ihrem Körper beachtliche Leistungen abzuverlangen. So ist sie in den verschiedensten Disziplinen immer wieder als Altersklassensiegerin oder zumindest weit vorn Platzierte in den Ergebnislisten zu finden. Sachsenweit zählt sie unter den Gleichaltrigen zu den Besten. Aber auch bei so verrückten Wettkämpfen wie dem Plauener Treppenhauslauf trug sie sich schon in die Siegerliste ein. Damit nicht genug, gibt sie ihren über die vielen Jahre angesammelten Erfahrungsschatzes gerne an die Jüngeren weiter. Dreimal wöchentlich trainiert sie mit den Nachwuchsathletinnen und -athleten des Leichtathletik- und Triathlonvereins Plauen, die sie auch bei Wettkämpfen betreut. Wenn sie gebraucht wird, steht sie als Kampfrichterin ihre Frau. Mit ihrem Engagement und ihrer Energie gilt Birgit Zapf als Vorbild für viele Jüngere im Verein.

Rolf Kretzschmar, LATV Plauen 
Die Spannkraft mag mit den Jahren nachlassen, der sportliche Ehrgeiz aber keineswegs. Das hat Rolf Kretzschmar als aktiver Leichtathlet über viele Jahre immer wieder bewiesen. Und auch jetzt, mit 72 Jahren, scheint er von der Sportlerrente nichts wissen zu wollen. Vor allem die Wurfdisziplinen haben es ihm angetan, in denen er sich immer wieder mit der sächsischen Konkurrenz misst. Bronze bei den Masters-Landesmeisterschaften der Altersklasse M70 im Hammer- und Speerwurf im vergangenen Jahr sind noch in bester Erinnerung. Aber auch über das Fithalten des eigenen Körpers hinaus ist der Plauener mit großer Einsatzbereitschaft immer für seinen LATV da. Dass im Plauener Vogtlandstadion seit einigen Jahren eine zeitgemäße Wurf- und Stoßanlage zur Verfügung steht, ist nicht zuletzt auf seine Initiative zurückzuführen. Und auch bei der Betreuung des Vereinsnachwuchses kann sich der Vorstand immer auf ihn verlassen. 

Dietrich Setzpfandt, LATV Plauen 
Dass man hoch in den Siebzigern noch fit wie ein Turnschuh sein kann, beweist Dietrich Setzpfandt immer wieder aufs Neue bei den verschiedensten Wettkämpfen. Vor zwei Jahren ließ er sich zum Beispiel zu einem schon ein bisschen verrückten Abenteuer hinreißen: Gemeinsam mit seinem zehn Jahre jüngeren Bruder fuhr er mit dem Fahrrad zu den Olympischen Spielen nach Paris. Zwölf Tage brauchten sie für die knapp 900 Kilometer vom Startpunkt Eisenach bis in die französische Metropole, wo sie den deutschen Leichtathleten im Stadion zujubelten. Dietrich Setzpfandt ist selbst seit dem 16. Lebensjahr aktiver Leichtathlet, verausgabt sich noch heute mit 79 in den verschiedensten Disziplinen. Auch bei diversen Triathlon-Wettkämpfen stand er schon am Start. Seit seiner Gründung vor nunmehr 25 Jahren gehört er dem LATV Plauen an, für den er bis heute mit Herzblut überall zur Stelle ist, wo er gebraucht wird. Er ist einer der Väter der Wurf- und Stoßanlage im Plauener Vogtlandstadion. Gerne gibt Dietrich Setzpfandt seinen reichen Erfahrungsschatz beim Training an die Nachwuchssportler des Leichtathletikvereins weiter. 

Jörg “Bruce” Trommer, VSV Eintracht Klingenthal 
Seit 15 Jahren können sich die Boxer des VSV Eintracht Klingenthal auf Jörg Trommer verlassen, wann immer er gebraucht wird. In all diesen Jahren lagen die technische Ausstattung und die Ausrüstung bei den Heimwettkämpfen in seinen bewährten Händen. Vor allem die Bereitstellung und Betreuung der Sprech- und Beschallungsanlage fallen in sein Aufgabengebiet. Und dabei macht ihm so schnell keiner etwas vor. Zuverlässig und wenn nötig auch mit kreativen Ideen sorgt Jörg Trommer dafür, dass alles möglichst reibungslos funktioniert. Aber auch wenn reine Muskelkraft gefragt ist wie beim Aufbau des Boxrings, packt er ordentlich mit zu. Seine größte Bewährungsprobe bestand er im März 2025, als der Klingenthaler Boxverein in der Halle des Sportcampus die Sachsenmeisterschaften des Nachwuchses ausrichtete und technische Pannen dabei ausblieben. Großen Anteil hat Jörg Trommer überdies an der Einrichtung des neuen Übungsraums des VSV Eintracht, der ebenfalls im vergangenen Jahr seiner Bestimmung übergeben wurde. Das handwerkliche Geschick des Hammerbrückers kam den Verein schon oft bei nötigen Reparaturen oder ähnlichen Arbeiten zugute. Auch bei den Übungsstunden kann auf „Bruce“, wie er von allen Sportfreunden genannt wird, als zuverlässigen Helfer immer gezählt werden.

Gunar Rus, SV 04 Plauen-Oberlosa 
Die Erfolge der Plauener Volleyballerinnen in den vergangenen Jahren sind eng mit dem Namen von Gunar Rus verknüpft. Seit nunmehr 20 Jahren leitet er die Abteilung Volleyball des SV 04, dessen Mitglied er seit dem Jahr 2000 ist. So ist es nicht zuletzt auch sein Verdienst, dass es die erste Frauenmannschaft mit fünf Aufstiegen in Folge bis in die Regionalliga schaffte, in der sie sich nun schon seit 2021 behauptet. Aber auch die zweite Frauenmannschaft, das Männerteam und mehrere Nachwuchsmannschaften wollen betreut und umsorgt sein. Zusätzlich zu diesen Aufgaben kümmert sich Gunar Rus um die Pressearbeit. Unter seiner Leitung legte die Abteilung eine beachtliche Entwicklung hin und steigerte ihre Mitgliederzahl von 40 auf heute 106. Doch Schreibtischarbeit allein ist nicht das Ding des heute 69-Jährigen. 50 Jahre lang spielte er selbst aktiv Volleyball. Und auch im Gesamtverein wissen die Oberlosaer seine Kompetenz und Zuverlässigkeit zu schätzen. Seit Jahren gehört er dem erweiterten Vorstand an und kümmert sich dort vor allem um die umfangreiche Buchhaltung des immerhin mehr als 1000 Mitglieder zählenden Vereins. 

Dr. Bernd Märtner, SV 04 Plauen-Oberlosa 
Man möchte meinen, dass Dr. Bernd Märtner als geschäftsführender Gesellschafter der eigenen Firma, die Niederlassungen bis hin nach Litauen betreibt, mehr als handelsüblich ausgelastet ist. Doch der 62-Jährige legt überdies ein ehrenamtliches Engagement an den Tag, das allein aufzuzählen hier den Rahmen sprengen würde. Bürgerstiftung Plauen, Förderverein Komturhof, Förderverein Freibad Haselbrunn oder Schulfördervereine seien hier nur stellvertretend genannt, in denen er tatkräftig mitmischt. Wie Bernd Märtner es beim Tanz auf so vielen Hochzeiten schafft, auch noch einen der größten Sportvereine des Vogtlandes durch oft genug raue Gewässer zu manövrieren, grenzt an ein Wunder. Seit 30 Jahren nun schon steht er dem SV 04 Plauen-Oberlosa vor, zu dem er durch seine Liebe zum Handball gefunden hat. Seit 1979 ist der Plauener dort Mitglied, hinterließ zunächst als Aktiver seine Spuren und später in leitenden Positionen. In seiner Amtszeit als Vorsitzender gelang es, den Verein wirtschaftlich zu stabilisieren und sportlich weiterzuentwickeln. Die erste Männermannschaft spielt inzwischen in der 3. Handballliga, die Frauen-Volleyballerinnen in der Regionalliga, der vierthöchsten Liga. Nicht zuletzt ein enormer Zuwachs im Kindersport führte dazu, dass der SV 04 voriges Jahr die 1000-Mitglieder-Marke überschritt.

Andrea Oertel, Akrobatenverein Elsterberg 
Was haben die Elsterberger Akrobatinnen und Akrobaten mit den alten Ägyptern gemeinsam? Sie bauen Pyramiden. Die in Ägypten stehen bis heute, dass die Elsterberger Pyramiden der Nachwelt erhalten bleiben, ist nicht zuletzt das Verdienst von Andrea Oertel. Sie hält die Auftritte ihres Vereines gekonnt in Foto und Video fest, was nicht zuletzt für die Nachbereitung von großem Vorteil ist. Doch darauf beschränkt sich natürlich nicht das Engagement der 52-Jährigen für ihren Verein, bei dem sie nun schon über 20 Jahre zu den Aktivposten zählt. Wenn es einen Auftritt zu absolvieren gibt, ist sie seit Jahren mit dabei. Schon bei den Generalproben ist ihr Urteil aus der Publikumssicht gefragt. Nach den Auftritten wäscht sie die Anzüge der Sportlerinnen und Sportler, sodass sie wieder wie aus dem Ei gepellt die Menschen begeistern können. Auch beim Training der Jüngsten ist auf Andrea Oertel Verlass. Und nicht zuletzt ist sie hinter den Kulissen zu finden. Ihr Reich ist da das der Zahlen: Die Finanzen des Vereins hat sie fest im Griff, ebenso wie als Ansprechpartner für alle möglichen Belange das Telefon. Seit 2020 gehört sie dem dreiköpfigen Vorstand an.

Laura Oertel, Akrobatenverein Elsterberg 
Nicht nur als aktive Akrobatin, sondern auch im Ehrenamt setzt sich Laura Oertel nun schon seit einigen Jahren für ihren Elsterberger Verein ein. Im schwierigen Corona-Jahr 2020 rückte sie in den Vorstand auf und sorgte dafür, dass trotz der verordneten einschränkenden Maßnahmen ein Trainingsalltag gewährleistet werden konnte. In ihren bewährten Händen liegt auch die Planung und Organisation der Auftritte der Elsterberger Akrobaten. Sie kümmert sich um die damit verbunden Termine, das Training oder Choreografien. Auf ihre Initiative geht das im vergangenen Jahr erstmals stattgefundene Trainingslager zurück, dessen Planung und Ausrichtung allein in Laura Oertels Händen lag. Derzeit kümmert sie sich um die Vorbereitung der Jubiläumsfeier zum 65-jährigen Bestehen des Vereines. Eine unverzichtbare Stütze ist sie aber auch als Trainerin der Kinder und Jugendlichen. Seit 2020 wirkt sie als Übungsleiterin, wobei ihre Aufgaben weit über den Trainingsplan hinaus bis hin zur Bewältigung des Alltags der Sportlerinnen und Sportler reichen. Als wäre das nicht schon genug, leistet sie wertvolle Öffentlichkeitsarbeit. So betreut sie den Instagram-Account, schreibt Beiträge für die „Elsterberger Nachrichten“ und hält den Kontakt zu den Eltern der Akrobatinnen und Akrobaten. 

Stefan Großer, SG Grün-Weiß Mehltheuer 
Auf der Kegelbahn steht Stefan Großer seit Jahren als Stammkraft der ersten Männermannschaft seinen Mann, die voriges Jahr den Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga geschafft hat. Doch mit der Rolle des reinen Sportlers gibt sich der 34-Jährige schon geraume Zeit nicht mehr zufrieden. Ob bei der Organisation von Veranstaltungen, der Pflege und Erhaltung der Wettkampfstätte, der Betreuung der Kinder und Jugendlichen oder der Absicherung des Trainings- und Wettkampfbetriebs – er ist immer zur Stelle, wenn Hilfe gebraucht wird. Gemeinsam mit Andy Spranger – ebenfalls ein Kegler der Bundesliga-Mannschaft – hat er sich vor rund fünf Jahren ans Werk gemacht, die Nachwuchsarbeit der Sportgemeinschaft aus dem Dornröschenschlaf zu wecken. Mit Geduld, Leidenschaft und großem persönlichen Einsatz haben die Beiden dabei inzwischen einiges erreicht. Heute stehen etwa 20 Nachwuchskegler im regelmäßigen Trainings- und Wettkampfbetrieb – eine stattliche Zahl für einen kleinen Dorfverein. Als Trainer und Betreuer, natürlich auch als sportliches Vorbild, konnte Stefan Großer mit den Jungen der Altersklasse U14 schon beachtliche Erfolge feiern. Die Mannschaft gewann im vergangenen Jahr die Mannschaftsmeisterschaft Sachsens und qualifizierte sich damit für die Deutschen Jugendmeisterschaften. Seine Sportkameraden schätzen Stefan Großer für seine Hingabe, seinen Teamgeist und sein Verantwortungsbewusstsein.

Mirko Günter, VSV Eintracht Reichenbach 
Wenn Mirko Günter von den Nachwuchsvolleyballern seines VSV Eintracht Reichenbach spricht, ist ihm anzumerken, wie viel Herzblut er darin legt, die Leidenschaft für seinen Sport an die junge Generation weiterzugeben. Als Sportlehrer am Reichenbacher Goethe-Gymnasium liegt ihm das vermutlich im Blut, sodass sein Engagement als Nachwuchstrainer im Verein fast schon auf der Hand liegt. Seit den neunziger Jahren gibt er sein Wissen als Übungsleiter weiter, damals noch bei der SG Blau-Weiß Reichenbach. Als 1997 der VSV Eintracht gegründet wurde, gehörte Mirko Günter sowohl als Aktiver als auch im Ehrenamt zu den Männern der ersten Stunde. Er war Abteilungsleiter und Vorstandsmitglied, von 2013 bis 2015 übte er das Amt des stellvertretenden Vereinsvorsitzenden aus, seit 2015 ist er Vorsitzender. In dieser Zeit gelang es dem VSV, sportlich etliche Schritte vorwärts zu kommen. Im vergangenen Jahr schaffte die erste Männermannschaft nach 2020 zum zweiten Mal den Aufstieg in die Sachsenliga. Den bislang größten Erfolg des Nachwuchses durfte Trainer Mirko Günter vor gut einem Jahr mit den beiden U14-Teams feiern. Bei den Sachsenmeisterschaften schafften sie es bis ins Halbfinale. Die Mädchen wurden am Ende Dritte, die Jungen Vierter.

Angelika Fiedler, SV 1990 Reichenbach 
Seit seiner Gründung im Jahr 1990 schreibt Angelika Fiedler an der Geschichte ihres Reichenbacher Vereins mit. Ihr ehrenamtlicher Einsatz für den Sport geht aber noch um einiges weiter zurück. Schon zuvor leitete sie im Vorgängerverein eine Gymnastikgruppe, in der sich unter ihrer Leitung auch nach der Wende Frauen im Alter zwischen 50 und 80 Jahren fit hielten und sich regelmäßig an den Seniorensportspielen in Leipzig beteiligten. Dabei entdeckte Angelika Fiedler ihr Herz für den Sport relativ spät. Ihr sind weniger Leistung und Wettkampf wichtig, sie legt den Fokus vielmehr auf Gesundheit und Spaß an der Bewegung. Und die erhalten sie jung. Mit Mitte 30 nahm sie mit ihrem Mann an Marathonläufen teil. Gerne erzählt sie auch davon, dass sie 1999 sogar einmal den Bockauer Angelika-Crosslauf gewonnen hat. Radfahren, Wandern, Tanzen, Ski- oder Eislaufen – es gibt kaum eine Sportart, in der sie sich nicht schon ausprobiert hat. Ihrem Verein, der sich neben der Gymnastik auch auf Tischtennis und Volleyball spezialisiert hat, leistete die Rotschauerin, die inzwischen in ihren Siebzigern ist, über viele Jahre als Schriftführerin treue Dienste. Der Zusammenhalt im Verein, das ungezwungene Miteinander motivieren sie, weiter zur Stange zu halten.

Bernd Steudel, KSV Pausa 
Der Inbegriff einer treuen Seele ist Bernd Steudel für die Ringer des Kraftsportvereins Pausa. Im September waren es 50 Jahre, die er dem Verein nun schon angehört – und das nicht nur als stilles zahlendes Mitglied, sondern ganz aktiv mit Leib und Seele. In seinen jungen Jahren war er ein erfolgreicher Athlet, der so manches enge Mattenduell für sich entschied. Später verstärkte er die erste und zweite Männermannschaft in den verschiedensten Ligen. Doch der Abschied als Aktiver von der Ringermatte war für ihn nicht gleichbedeutend mit dem Abschied vom aktiven Vereinsleben. Bis heute gibt er seine Erfahrungen als Nachwuchstrainer weiter. Ganz besonders aber engagiert er sich als Kampfrichter. Seit 1985 und damit auch schon über 40 Jahre bekleidet er dieses Ehrenamt, das ihm ungemein wichtig ist. Dazu gehört auch, dass er sich um die Gewinnung junger Kampfrichter für seinen Verein bemüht. So konnte er in den vergangenen Monaten zwei junge Leute für dieses wichtige Ehrenamt ausbilden. Zudem arbeitet Bernd Steudel rege im Hauptausschuss des KSV Pausa mit. Dort schätzt man ihn als Multitalent, auf das immer Verlass ist. 

Texte: Peter Janka / Fotos: privat/Vereine

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